Homöopathie

By | 13. April 2017

Was ist Homöopathie ?

Homöopathie ist ein über zweihundert Jahre altes Behandlungsverfahren, das von dem deutschen Apotheker und Arzt Samuel Hahnemann entwickelt wurde. Er entdeckte, dass einige Medikamente, die zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden, in bestimmten Zubereitungsformen bei Gesunden Beschwerden hervorrufen können, die den Symptomen dieser Krankheit entsprechen. Daraus schloss er, dass man ein wirksames Medikament zur Behandlung von Krankheiten an der Art der Wirkung dieses Medikamentes auf Gesunde erkennen kann. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Medikament, das Fieber und Durst hervorruft, gut zur Behandlung von Fieber mit Durst geeignet ist. Dieses Prinzip “ Ähnliches mit Ähnlichem behandeln” perfektionierte er im Laufe seines Lebens. Inzwischen sind mehrere Tausend homöopathische Arzneimittel erforscht und ausführlich beschrieben.

 

Potenz

 Neben der Wahl des richtigen ( ähnlichsten ) Arzneimittels spielt auch die Zubereitungsform und Verdünnung, die sogenannte Potenz eine wesentliche Rolle. Das Potenzieren ist eine besondere, ebenfalls von Hahnemann entwickelte Form der Verarbeitung. Hierbei werden die Arzneimittel mehrfach nacheinander 10-fach ( D – Potenz ), 100-fach ( C – Potenz ) oder 50.000-fach ( LM – oder Q – Potenz ) verdünnt. Eine D6 – Potenz  bedeutet, das Mittel wurde sechsmal nacheinander jeweils zehnfach verdünnt. Bei jedem Verdünnungsschritt wird das Mittel besonders kräftig nach unten geschlagen ( ähnlich wie das Herabschlagen eines Quecksilberfieberthermomethers ). Die richtige Potenz muss in ihrer Wirkstärke der Aktivität und Dynamik der behandelten Krankheit oder besser des Kranken entsprechen.

 

Je akuter eine Erkrankung ist, um so niedriger ( z.B. D6 Potenz ) sollte die Potenz sein, je chronischer eine Erkrankung ist, um so höher ( z.B. C 200 ) sollte die Potenz gewählt werden.

 

Zwei Behandlungsarten

 Man kann auf zwei Arten homöopathisch behandeln:

  1. Die einfachere Art, zu behandeln ist die symptomorientierte, oder symptomatische Methode. Hierbei versucht man, anhand des Hauptsymptoms und bis zu üblicherweise 2 – 3 Nebensymptomen, ein Arzneimittel zu finden, dass die Symptome behandelt. Diese Methode kann relativ einfach bei leichten und akuten Erkrankungen auch von medizinischen und homöopathischen Laien eingesetzt werden. Dazu bedient man sich sogenannter bewährter Indikationen. Einige bewährte Indikationen finden sich weiter unter.
  2. Die ursprüngliche, effektivere Methode ist, ein Arzneimittel zur Unterstützung der Persönlichkeit zu finden. Mit dieser klassischen Homöopathie oder Konstitutionstherapie behandelt man chronische Krankheiten und Krankheitsneigungen. Hierzu müssen alle für den Patienten bedeutsamen Informationen wie überstandene Krankheiten, Impfungen, aber auch Vorlieben und besondere Gewohnheiten berücksichtigt werden. Diese Methode ist sehr zeitaufwändig ( Erstgespräch etwa 2 Stunden ) und sollte nur von ausgebildeten Homöopathen  durchgeführt werden. Üblicherweise werden hierbei höhere Potenzen der Arzneimittel ( C30 und aufwärts ) eingesetzt, die sehr langsam, aber auch sehr lange wirken. Bei dieser Behandlungsart bessern sich nicht nur die Hauptbeschwerden sondern auch Krankheitsanfälligkeiten, psychosomatische Beschwerden und das allgemeine Wohlbefinden. Der ganze Mensch wird gesunder, stabiler und ausgeglichener.

 

Indikationen / Kontraindikatiuonen

Bei allen akuten und chronischen Krankheiten kann (muss aber nicht) Homöopathie hilfreich sein, oft Erstaunliches leisten. Bei allen schweren Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Multiple Sklerose, AIDS und Tumorerkrankungen kann man Homöopathie nur begleitend einsetzen.

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